Das leere Blatt Papier

Es war einmal ein leeres Blatt Papier.

Das fragte sich, was mach ich hier?

So leer wie ich bin, gehöre ich hier doch nicht hin.

Da sah es einen Bleistift liegen,

und nach kurzem Abwiegen

sagte das Papier:

„Schreib auf mir!“

Dann bin ich nicht mehr so leer

und mache einfach viel mehr her.

Das ließ der Stift sich nicht zweimal sagen,

und fing an, wie wild über das Papier zu jagen.

Es verging nicht sehr viel Zeit,

da war das Papier bereit,

vollgeschrieben in schöner Schrift

neben ihm lag müde der Stift.

„Nun, what‘s next,

was mache ich mit so viel Text?“

Denn was man so vollgeschrieben macht,

darüber hatte das Papier nicht nachgedacht!

Plötzlich war da noch wer hier,

es war ein anderes vollgeschriebenes Papier.

Und schnell waren es nicht mehr zwei,

denn da kam schon Papier Nummer drei.

Ach wer hätte das gedacht,

da kamen noch Nummer vier, fünf, sechs, sieben und acht.

Doch die Freude war schnell vorbei,

denn plötzlich kam ein Mann herbei,

der riss jedes Blatt einzeln entzwei.

Wer war plötzlich dieser Mann?

Warum hat er das getan?

Was hat ihn dazu getrieben?

Was stand auf dem Papier geschrieben?

Was auf einem Papier steht, entscheidet, ob es sich um einen wertlosen Zettel oder um ein kostbares Dokument handelt. Ist es eine Schmiererei oder ist es ein wichtiger Vertrag? Oftmals erhält das Papier seinen Wert erst durch eine oder mehrere Unterschriften. Ein Vertrag ohne Unterschrift ist nichts wert, ein Vertrag mit 2 Unterschriften kann ein Vermögen wert sein.

Vor 10 Jahren begann man immer mehr, auf das sogenannte papierlose Büro umzusteigen. Dokumente werden zunehmend eingescannt oder von Haus aus nur mehr mit digitalen Unterschriften versehen. Die Post hat sich vom analogen Briefe senden immer mehr auf die digitalen eMails verlagert. Dennoch ist Papier nach wie vor nicht wertlos!